Der Logistik-Terminator

Die Idee des „Enhancements“ menschlicher Fähigkeiten ist nicht neu. Aus dem Märchen kennt man die Siebenmeilenstiefel, und in vielen Science-Fiction-Filmen gibt es Helden wie Robocop oder den Terminator, die einfach schneller und stärker sind als der „normale“ Mensch.

Ein ähnliches Gefühl können auch die Logistik-Mitarbeiter/innen in immer mehr Unternehmen erleben: Sie sind plötzlicher kräftiger und können größere Lasten heben, ohne Rückenschmerzen zu bekommen.

Möglich macht das ein „Enhancement“ besonderer Art: ein Exoskelett. Es dient, einfach gesagt, als Muskelverstärker: Wenn sich der Anwender einer solchen Stützstruktur aufrichtet oder mit den Armen eine Last anhebt, wird er dabei unterstützt. Er (oder sie) muss also weniger Kraft aufwenden, um die gleiche Leistung zu erbringen. Das schont Rücken und Gelenke, verzögert kurzfristig Ermüdungseffekte und beugt langfristig und wirksam Muskel-Skelett-Erkrankungen vor.

Es gibt verschiedene Hersteller für derartige Exoskelette, unterstützt werden wahlweise Schultern, Arme oder Rücken, die Preise sind überschaubar, die Bedienung – so sagen die, die es ausprobiert haben – einfach und der Tragekomfort gut.

Kennenlernen kann man solche Exoskelette auf den bekannten Intralogistik-Messen. Die LOGISTICS & AUTOMATION in Dortmund bietet 2026 sogar die Möglichkeit, in einer Testarena die Exoskelette mehrerer Hersteller am eigenen Leibe bzw. Rücken zu erproben. Es ist zu erwarten, dass die Mehrheit der Besucher, die dieses Angebot in Anspruch nehmen wird, schnell überzeugt sein dürfte. Überzeugend ist zudem die Tatsache, dass große Unternehmen wie beispielsweise Autohersteller, aber auch Handwerksbetriebe, Exoskelette bereits als alltägliche Arbeitserleichterung einsetzen. Mit ihnen wird es möglich sein, kraftvoll zu heben, zu tragen und auch über Kopf zu arbeiten, ohne selbst über die Muskelkraft und Ausdauer eines Arnold Schwarzenegger verfügen zu müssen.

Das heißt: Bis die Humanoiden die tagtägliche Wiederholarbeit im Lager und in der Produktion übernehmen, sind die Exoskelette z.B. von HUNIC, hTRIUS und exoIQ erst einmal eine gute und inzwischen wirklich ausgereifte Lösung.

Übrigens gibt es sie inzwischen tatsächlich auch für nicht-gewerbliche Anwendungen, als Siebenmeilenstiefel: Beim Wandern und bei Skitouren unterstützt der „Hypershell“ die Beinmuskeln – wenn gewünscht, bis zum vierten Gang, das ist der Turbomodus. Dann kommt man auf (fast) jeden Berg.

Zur Info: https://eu.hypershell.tech/de-de

In Zusammenarbeit mit Gerald Scheffel