Im Juli 2025 meldet Amazon den Einsatz von mehr als einer Million Robotern (bei 1,6 Mio. Mitarbeitern). Das heißt: Da die Auslieferung (noch) nicht automatisiert ist, arbeiten in der Intralogistik mehr mobile Roboter als Menschen. Ein Beispiel: Am Standort Mönchengladbach sind rund 3.000 autonome Roboter unterwegs (entwickelt von der eigenen Robotics-Sparte), die mobile Regale verfahren, und es gibt rund 2.000 Mitarbeiter. Inzwischen schaut das Unternehmen über die Intralogistik hinaus – zur Auslieferung und in die Haushalte. Im März 2026 kaufte Amazon Fauna Robotics, Entwickler und Hersteller des nur 27 kg wiegenden, kindgroßen humanoiden Roboters „Sprout“ (auf deutsch: Sprosse). Kurz vorher hatte Amazon die Übernahme des Schweizer Startups Rivr bekanntgegeben, das einen autonomen vierrädrigen Lieferroboter entwickelt hat.

Welcher Markt auf solche (Liefer-)Roboter wartet, zeigen einige Zahlen: Allein in Deutschland hat Amazon 2025 nur an seine Prime-Mitglieder mehr als 500 Millionen Artikel ausgeliefert. Das scheint sehr viel. Aber es ist wenig im Vergleich zu dem, was die beiden Online-Händler Shein und Temu aus China an die deutschen Verbraucher versenden. Nach einer Analyse des Handelsverbandes Deutschland (HDE) haben die beiden Plattformen 2025 rund 460.000 Pakete aus China nach Deutschland geliefert – pro Tag! Wieviele Arbeitsplätze dadurch dem Handel und der produzierenden Wirtschaft entgehen (laut: HDI: mehr als 40.000, vor allem im Einzelhandel), wird diskutiert. Shein verweist auf mehr als 600 deutsche Unternehmen, die über die Plattform verkaufen. Es profitieren also nicht nur chinesische Hersteller.

So oder so: Unternehmen, die einen leistungsfähigen und kostengünstigen Lieferroboter für die Paketlogistik zur Serienreife entwickeln, dürften sich keine Sorge um ihre Zukunft machen. Auf ihre Roboter wartet ein Millionenmarkt: Millionen von Paketen, jeden Tag.